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Tschüss, Ledigkeit, war schön mit dir! Mein Erlebnisbericht „Jungesellenabschied“

Ihr wolltet darüber einen Beitrag, Ihr bekommt einen Beitrag 🙂


„Sagt mal, wollt ihr mich verar***?“ „Ihr habt doch ’ne Macke“ und „Im Ernst“ waren nur einige Aussprüche, die von mir an meinem letzten großen „Feiertag“ gegen meine Mädels ausgesprochen wurden.  Andersherum kam dann aber auch immer wieder ein „Oh Gott, danke, dass ihr mir so etwas erspart“ über die Lippen.

Aber von Beginn an.

Ich habe nichts gewusst. Gar nichts. Absolut Null-Komma-Haste nicht gesehen-nichts. Nur, dass ich gegen 8.30 Uhr abgeholt wurde. 8.30! An einem Samstag! Hallo? Da drehe ich mich normalerweise noch einmal um oder aber stehe maximalst gaaaanz gemütlich auf. An diesem Tag nicht. Ganz im Gegenteil – ich war sogar viel zu früh wach. Die Aufregung hat mich nicht schlafen lassen und hielt so extrem an, dass ich nicht einmal meinen Kaffee in Ruhe genießen konnte – der wäre nämlich direkt auf meinem weißen Shirt. Ein weißes Shirt, welches ich gezwungener Maßen tragen musste. Nach kurzer Diskussion mit meiner liebenswerten Trauzeugin hat sie aber natürlich gewonnen und statt gewohntem Schwarz, trug ich dann weiß.

Ich wartete also auf meinen Abholservice – mit Tüte, Tasche und Schirm – der allerdings, wider meiner Vorstellung, zu Fuß kam. Wider der Vorstellung deshalb, weil diese Freundin eigentlich NIE ohne PKW anzutreffen ist. Oder maximal mit anderen PS-Stärken =) Drum herum geredet, fuhren wir so mit der Straßenbahn in die Stadt, wo ich das erste Mal überrascht wurde. Warum? Weil meine Trauzeugin und meine Kleiderheldin wohl beide einen Tarnumhang besitzen. Ich habe sie NICHT gesehen, obwohl sie nur 5 Meter von mir entfernt saßen. Wirklich merkwürdig und ich muss dieser Sache noch einmal auf den Grund gehen 🙂
Ihr glaubt gar nicht, wie ungewohnt das ist, wenn man sonst eher so die Führung übernimmt und plötzlich absolut ahnungslos ist. Man weiß weder, wo man hinläuft, jede Kreuzung wirft neue Fragen auf, zudem weiß man einfach nicht, was passiert. So kam es auch, dass meine Nervosität nicht wegging, sondern immer mehr stieg. Bis zum ersten Anlaufpunkt 🙂

Start des JGA – Let’s Brunch!

Zwischen Kreuzkirche und Altmarkt, zwischen hier und da standen meine Mädels vollzählig vor einem Restaurante, das für sein tolles Brunchangebot bekannt ist. Ich habe mich echt gefreut und der Hunger war bei allen riesig. Bevor wir uns hineinstürzen konnten, bekam ich allerdings noch das – zum Glück – einzige Merkmal angepappt, das auf einen JGA hinweisen würde – einen Button 🙂 Im Gegensatz zu sonstigen Verkleidungen, Schleiern und Bauchladen war ich über diese Kleinigkeit sehr erfreut, es hätte alles VIEL schlimmer sein können 🙂

So saßen wir also beim Brunch und nach leckerem Essen, einigen Scherzen mit dem Kellner [„Alles gut, ich bin nur noch etwas feucht“ , „Das können Sie ja noch essen“ und „das wäre aber ein heißes Vergnügen“] war ich irgendwann satt und zufrieden und wollte natürlich langsam etwas erleben. Meine TZ bat mich dann, ihr die Karte zu geben und, noch verwundert, was sie da jetzt wollte, bemerkte ich einen Briefumschlag darunter. Mit Puzzleteilen. Aus einem Foto ausgeschnitten.a_IMG_0444.jpg

Puzzle. Ich? Geduld. Ich? Nein, wirklich nicht meine Stärke, doch nach einiger Zeit (*hust* wohl gefühlte Stunden *hust*) hatte ich das Quiz gelöst und mit Tipps und Tricks erriet ich die nächste Station und wusste, dass das wohl eine Art „Schnippsel-Jagen“ werden würde 🙂 Ich kann euch direkt sagen, es folgten noch weitere Puzzle, Worträtsel, Textspiele und Co und meine Mädels waren einfach unglaublich kreativ. So hatten sie beispielsweise die Geschichte von Alice im Wunderland umgeschrieben, aus der ich meine Hinweise nehmen sollte, haben bekannte und unbekannte Orte Dresdens gekonnt in Bild- und a_20170513_153204Plüschrätsel gepackt und mein Gehirn damit permanent zum Arbeiten gezwungen! Was ich auf jeden Fall feststellen durfte – ich kenne mich auf der Altstadtseite Dresdens null aus und war echt überfragt mit Nymphenbrunnen und Co. Als ich aber am nächsten Tag meinen hier geborenen Mann ausfragte, konnte er mich beruhigen, denn auch er hätte all die Fragen auf „der anderen Elbseite“ nicht beantworten können. Bei uns auf der Seite angekommen, lief das Rätsel definitiv besser und schneller ab 🙂

Ein Fotoshooting gehört dazu!

20170513_165558_001_01-11.jpgNachdem ich ja auf „meiner“ Elbseite angekommen war und die Rätsel doch etwas zügiger löste, kam meine Belohnung recht flott. Die Mädels hatten ein kleines Shooting organisiert und das war wirklich herrlich. Am Canaletto-Blick platzierten wir uns mit herrlichen Herz-Ballons und posierten, was das Zeug hielt. Es war wirklich irre lustig diese bunt-gemischte Truppe zu erleben und zu sehen, dass sich alle Mädels super verstanden, obwohl eine unterschiedlicher als die andere war. Kesse Sprüche, etwas Prosecco und viel gute Laune waren natürlich auch mit von der Partie. Auch wenn ich es sonst immer mega kitschig fand, wollte ich dann tatsächlich meine Herz-Ballons auch steigen lassen und wurde doch ein wenig emotional 🙂 Es war unglaublich toll, irgendwie romantisch und da kam natürlich auch einmal ein Kullertränchen gekrochen.

Die Zeit verging wie im Fluge und tatsächlich war es schon an der Zeit, zum Abendessen zu wackeln. Ein Teil der Gruppe entführte mich also weiter, ein anderer Teil verschwand mehr oder weniger unauffällig. Wir hielten bei einem tollen Italiener und nach kurzer Zeit waren auch die zwei Verlorenen wieder dabei. Mit einem Buch in der Hand. Die Mädels hatten nämlich tatsächlich schon einige Bilder schnell ausdrucken lassen und zum Einkleben ein Büchlein mitgebracht, in dem sich jeder verewigen kann. Wer mich kennt und den Blog liest weiß, dass ich es liebe, Erinnerungen auch in den Händen zu halten und so war das natürlich eine absolut tolle Idee. Wir speisten also so vor uns hin bis ich hörte „So! Austrinken, es geht weiter!“ …Weiter? Wohin denn nun so geschwind?

Wieder zur Bahn und …jeder zu sich? Hä? Wieso denn das jetzt? War’s das schon? Aber natürlich nicht. Nein. Ich hatte aber immerhin 30 Minuten Zeit, um mich frisch zu machen, endlich etwas gedeckteres anzuziehen und wieder abgeholt zu werden. Mit jeder Stunde wurde das also immer spannender.

So fuhren wir, diesmal wirklich mit Autos, weiter und hielten in einem Wohngebiet nahe Dresden-Plauen. Was wir hier wollten, erschloss sich mir so gar nicht. Doch als ich um die Ecke bog, kam genau der „Wollt ihr mich verar***“-Ausspruch aus mir heraus. Wir standen vor einer Karaokebar! Nachdem ich klar gemacht hatte, dass ich nicht singen würde, aber mir den Spaß gebe, erlebten wir herrliche Stunden voller Lachanfälle, Mitgegröhle und Kopfschütteln über die anderen JGA’s, die sich auch dort hin verkrochen hatten. Wir waren eindeutig die unauffälligsten, was auch mein absoluter Wunsch von vornherein war.

Nun, das Ende des Abends und die letzte Station enthalte ich euch vor. Nicht, weil ich betrunken war – das wäre schön gewesen, sondern weil ich durch andere, nicht gewollte oder selbst eingenommene Mittelchen, leider KO gegangen bin und so für mich gegen 2 Uhr die Nacht bereits beendet war. Für mich endet der wundervolle JGA also ganz einfach in der Karaokebar 🙂

Es war ein wirklich absolut gelungener Tag ohne irgendwelche Peinlichkeiten (zumindest ohne Verkleidungen. Denn peinlich wird es doch immer irgendwie, wenn man was fallen lässt oder über die eigenen Füße fällt 🙂 ), mit viel guter Laune, wundervollen Ideen und unvergesslichen Momenten. Auf diesem Wege noch mal einen riesigen Dank an meine Hühner! TOP!!!!

 

 

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